Qi-Gong

Was ist Qi-Gong?

Qigong (氣功) ist eine Bewegungsweise, dessen Übungen auf dem Konzept des Qi-Flusses basieren. Qi ist in der chinesischen Medizin und Philosophie die bewegende, vitale Kraft des Körpers, Gong lässt sich mit Arbeit oder Fähigkeit übersetzten. Qi-Gong zusammen ist „die stete Arbeit am Qi“ oder auch „die Fähigkeit, mit dem Qi umzugehen“.

Qi-Gong besteht aus Atemübungen, Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsmethoden und bedient ein breites Spektrum von weichen bis sehr kraftvollen Bewegungen. Qi-Gong-Übungen verbessern nachweislich die physische und psychische Gesundheit. So wird im Westen Qi-Gong zum Beispiel als Begleittherapie für Lungenkranke und psychisch Erkrankte eingesetzt.

Qi-Gong-Übungen sind ein wichtiger Bestandteil vieler traditionellen Kampfkünste. Sie dienen einerseits der Gesunderhaltung, aber auch der Stärkung der Muskelkraft.

Die Geschichte des Qi-Gong

Qi-Gong soll mehr als 4000 Jahre alt sein. Tatsächlich belegt sind meditative und körperliche Übungen und Andeutungen bestimmter Formen schon bei dem Philosophen und Dichter Zhuangzi (365 v.Chr. bis 290 v.Chr.). Aus der Zeit der frühen Han-Dynastie (206 v.Chr. bis 220 n.Chr.) existieren Seidenbilder, die in Bildern und Texten Atmen- und Dehnungsübungen beschreiben.

Unter den Einflüssen des Daoismus, des Buddhismus, der Kampfkünste und der chinesischen Medizin änderten sich im Laufe der Zeit die Inhalte und Zielsetzung des Qi-Gong. Heute gibt es viele unterschiedliche Richtungen des Qi-Gong, die aber alle auf ähnlichen Prinzipen beruhen.

Kursinhalte

Das Qi-Gong des Võ‑Đạo‑Việt‑Nam hat weiche, lockere bis hin zu sehr kraftvollen Übungen.
Acht weiche, lockere Übungen – genannt die „Acht Brokate“ (Bát Đoạn Cẩm – 八段錦) – entspannen, sorgen für innere Ruhe und fördert die Gesundheit. Andere, sehr kraftvolle Übungen stärken die Muskulatur und beugen damit Schmerzen vor.
Atemtechniken sind bei jeder Übung ein wichtiger Bestandteil.